Suchmaschinen – gibt es lohnende Alternativen zu Google?

Google dominiert den Markt der Suchmaschinen. Und zwar so sehr, dass „googeln“ zum geflügelten Wort für Suchen im Internet geworden ist. Doch es gibt sie, die kleinen und besonderen Alternativen zum Giganten. Bing, Yahoo, Ecosia und Co. führen zwar ein Nischendasein, halten sich mit speziellen Eigenschaften aber im Markt. Und die neue Suchmaschine „Yep“ könnte dem Wettbewerb bald zusätzliches Leben einhauchen.

Die Marktanteile der meistgenutzten Suchmaschinen

Laut einer aktuellen Studie kann Branchenprimus Google einen weltweiten Marktanteil von 85,42 Prozent bei der Desktop-Suche für sich beanspruchen. Die Plätze zwei und drei belegen mit riesigem Abstand Bing von Microsoft (8,3 %) und Yahoo (2,5%). Es folgen weitere Anbieter wie DuckDuckgo, Yandex oder Baidu mit knapp über bzw. unter einem Prozent.

Statistik: Marktanteile der meistgenutzten Suchmaschinen auf dem Desktop nach Page Views weltweit von Januar 2016 bis Mai 2022 | Statista
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Anteile in Deutschland ähnlich, aber mit Besonderheiten

Eine vergleichbare Dominanz strahlt Google auch in Deutschland aus. Hierzulande kommt der Marktführer bei Desktop-Suchen auf einen Anteil von rund 81,8 Prozent. Erstaunlicherweise liegt Bing mit 12,5 % in Deutschland über seinem weltweiten Durchschnitt. Darüber hinaus tauchen bei uns auch andere Anbieter wie bspw. Ecosia (ca. 1,3 %) in der hiesigen Suchmaschinen-Landschaft auf.

Lohnen sich für Unternehmen Google-Alternativen?

An Google kommt keiner vorbei. Kein Nutzer, kein Unternehmen. Daher stellt sich die Frage, ob Unternehmen sich überhaupt Gedanken um Ihre Online-Präsenz bei den Google-Konkurrenten machen sollten.  

Dagegen sprechen für viele sicherlich die geringen Marktanteile und der daraus abzuleitende niedrige Traffic über diese Suchmaschinen. Auf der anderen Seite bieten Sie aufgrund der geringeren Konkurrenz auch eine gewisse Chance. Denn wo weniger Wettbewerb herrscht, ist es mitunter leichter, sich am Markt zu positionieren.

Nehmen wir als Beispiel Bing. Die Funktionsweise ist der von Google sehr ähnlich, die Rankings können sich aber unterscheiden. Darüber hinaus ist die Darstellung der Ergebnisse abweichend und oftmals textlastiger als bei Google. Aussagekräftige Beschreibungen sind hier womöglich von noch größerer Bedeutung als beim Konkurrenten.

Die Zielgruppen der Google-Konkurrenten

Ein weiterer Aspekt, der für eine Beachtung der kleinen Suchmaschinen spricht, ist die teilweise unterschiedliche Nutzergruppe. Hier eine kleine Auswahl von Google-Alternativen:

Bing – vermehrt finanzstarkes Publikum

Bing ist als standardmäßige Suchmaschine im Microsoft eigenen Browser Edge voreingestellt und fest im Windows-System verankert. Die Nummer 2 der Suchmaschinen nutzen laut eigenen Bing-Analysen im Durchschnitt vor allem etwas ältere, meist männliche und finanzstärkere Personen. Wer mit seinem Angebot diese Zielgruppe anspricht, für den ist eine Optimierung für Bing besonders reizvoll.

Ecosia – die ökologische Variante

Wer dahingegen im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu Hause ist, der tut gut daran, Ecosia einmal genauer unter die Lupe nehmen. Dort werden die Einnahmen aus Suchanfragen dazu verwendet, neue Bäume anzupflanzen. Dass die Suchmaschine vorwiegend von Nutzern mit verstärktem Interesse an ökologischen Themen verwendet wird, ist daher durchaus zu erwarten. Übrigens müssen Nutzer bei der Zuverlässigkeit der Suchergebnisse keine Qualitätsunterschiede befürchten, da Ecosia auf den Bing-Suchalgorithmus zurückgreifen darf.

DuckDuckGo und weitere – Fokus auf Datenschutz

Darüber hinaus versuchen weitere, kleine Suchmaschinen mit ganz speziellen Features besondere Kundenbedürfnisse abzudecken und sich so von der Konkurrenz abzuheben. So gibt es Anbieter wie DuckDuckGo, die den Schwerpunkt auf einen besonders hohen Datenschutz legen und keine persönlichen Informationen sammeln.

Mit Yep kommt bald eine neue Suchmaschine auf den Markt

Den Markt erweitern wird in absehbarer Zeit die Suchmaschine Yep des Anbieters Ahrefs. Mit einem eigenen Suchindex will Ahrefs sich von den Indizes des großen Konkurrenten Google sowie von Bing unabhängig machen.

Besonders interessant: die generierten Einnahmen sollen an die Ersteller bzw. Urheber von Inhalten fließen. Dieses Konzept ist angelehnt an die Gewinnbeteiligung, die YouTube erfolgreich gemacht hat. Erst durch die erstellten Inhalte in Community-Projekten wie Wikipedia, in Websites oder Blogs, sind Suchergebnisse überhaupt möglich. Das soll bei Yep entsprechend belohnt werden.

Suchergebnisseite für „suchmaschinenoptimierung“ aus Yep (Beta-Version)

Darüber hinaus liegt auch bei Yep der Fokus auf Datenschutz. So verzichtet die Suchmaschine darauf, persönlichen Daten oder den Suchverlauf zu speichern. Aktuell ist Yep in einer Beta-Version verfügbar.

Man darf also gespannt sein, wie Yep künftig von den Nutzern angenommen wird. Ob die Ahrefs-Suchmaschine dem Branchenprimus Google wirklich Konkurrenz machen kann, muss sich erst noch zeigen. Mit dem Ansatz einer Gewinnbeteiligung prescht Yep allerdings in eine bisher nicht besetzte Nische hervor und könnte somit vor allem für Content-Ersteller sehr interessant sein.

Fazit – Google dominiert, aber ein Blick auf die Konkurrenz kann sich lohnen

Googles Dominanz bricht keiner. Ob international oder national, der Marktführer bleibt das Maß der Dinge. Dennoch ist je nach Branche und Zielgruppe ein Blick auf die Konkurrenten keine vertane Zeit. Denn die kleinen Suchmaschinen bieten mit Ihren Besonderheiten eine Alternative für spezielle Kundengruppen, wovon Unternehmen entsprechend profitieren können.

Wer seine Zielgruppe kennt und weiß, wo diese vorwiegend suchen, kann mit guten Rankings bei Bing & Co. seine Kunden gezielt ansprechen und von sich überzeugen.

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